Schüleraustausch digital – ein internationaler Blog entsteht

Mit einem Mix aus Webinar und Präsenzseminar durfte ich einen Austausch zwischen Schülern aus der Ukraine und aus Schleswig-Holstein begleiten, über den ein gemeinsamer Blog entstehen sollte. Der Zeitraum des Austausches fiel in die Coronazeit und auch bei uns zeigten sich die Vorteile der Digitalisierung:

Statt vor Ort lernten Schüler und Lehrer das Bloggen von mir und meiner Kollegin Karin Hertzer von ihren Computern in Norddeutschland und der Ukraine aus und veröffentlichten länderübergreifend Texte, Bilder, Podcasts und Filme in ihrem internationalen Blog

Der persönliche Schüler-Austausch wird natürlich nachgeholt.

Unterstützt wurde das Projekt Blogging for Future von einer Stiftung für deutsch-ukrainische Jugendbegegnungen (Meet-up – ein Förderprogramm der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“)

(evz)

Das Projekt „Blogging for Future“

Ziel des Schüleraustausches war es, mit gemeinsamen Aktionen und Projekten russischlernende Schülerinnen und Schüler in Deutschland mit deutschlernenden Schülerinnen und Schülern aus der Ukraine zusammen zu bringen.

Aktionen wie eine Baumpflanzaktion sollten zum gemeinsamen Engagement anregen. Fester Bestandteil des Projektes dabei: Ein gemeinsamer Blog, der die Aktivitäten dokumentieren und die breite Öffentlichkeit erreichen sollte.

Nebenbei schulten alle Teilnehmer dabei länderübergreifend ihre Medienkompetenz. Für die sprachlernenden Schülerinnen und Schüler ergab sich so eine sehr konkrete Möglichkeit, ihre Sprachkenntnisse auszubauen und zu zeigen, was sie können.

Erst Lehrer schulen, dann Schüler

Ein Workshop vor Ort mit den deutschen und ukrainischen Lehrern, die am geplanten Austausch teilnehmen sollten, war der erste Teil unserer Begleitung.

Nachdem uns die Coronakrise einen Strich durch die Rechnung eines zweiten Präsenzseminars machte, konzipierten wir die Schulungsinhalte zum vierteiligen Webinar um.

Im virtuellen Raum lernten Schüler und Lehrer den Umgang mit WordPress und alles Weitere, was zum Bloggen gehört. Beispielsweise rechtliche Voraussetzungen (innerhalb der EU, denn der Server-Standort ist Deutschland) sowie Fallstricke und Gefahren des Veröffentlichen im Internet.

Internet-Vernetzung nutzen, gerade im Sprachunterricht

Für die Initiatoren des Projektes ist der internationale Schulblog nur ein Anfang. Kateryna Kharytych, Landesfachberaterin für Russisch am IQSH: (Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein):

„Für mich liegt einer der Schwerpunkte der Arbeit im nächsten Schuljahr in der kollegialen Entwicklung digitaler Konzepte, die sowohl im Präsenz- als auch im Fernunterricht eingesetzt werden können. Ein Beispiel dafür wäre es,  einen Schülerblog zu moderieren und damit den Schülerinnen und Schülern mehr authentische, an ihrer Lebenswelt orientierte Begegnungen mit Gleichaltrigen zu ermöglichen. Mithilfe solcher Konzepte können wir Schritt für Schritt ein Netzwerk der Russisch lernenden Schülerinnen und Schüler in Schleswig-Holstein aufbauen.“

Wir wünschen Kateryna viel Erfolg dabei und begleiten diesen Weg gerne weiter.

Bild von StockSnap auf Pixabay

Die Autorin: Claudia Minke berät und schult Interessierte, wenn sie den Weg in die Bloggerwelt gehen wollen, und bietet Gruppenschulungen zu speziellen Themen wie WordPress an, unter anderem für Lehrer und Schüler.

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